Tierarztpraxis Mag. Med. Vet. Rainer Giebl
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Onkologie

Unter dem Fachbegriff Onkologie versteht man die Behandlung von Tumorerkrankungen.

 

Was ist ein Tumor in der Medizin?

Als Tumor wird in der Medizin jegliche Art von Umfangsvermehrung bezeichnet, also auch Anschwellungen aufgrund von Entzündungen, Abszessen, Hämatomen und ähnliches.

Im allgemeinen Sprachgebrauch  meint man mit "Tumor" eine Bildung des Gewebes, die in der Medizin "Neoplasie" genannt wird.

Neoplastie  entsteht, wenn Zellen eines Gewebes im Körper (z.B. Haut, Milchdrüse,..) unkontrolliertes und atypisches Wachstum entwickeln.

Der Grund für dieses unkontrollierte Wachstum von Gewebe durch unkontrollierte Zellvermehrungkann viele Ursachen haben. Es kann genetisch bedint ausgelöst werden, durch Alterungsprozesse, durch Kontakt mit bestimmten Substanzen, durch den individuellen hormonellen Status, durch UV-Licht, durch Viren und viele andere Faktiren.


Tumor und Neoplastie erkennen:
Neoplasien können im geamten Körper, also in jedem Gewebe und jedem Organ auftreten.

Veränderungen an der Haut (am Fell) erkennen Sie für gewöhnllich bereits beim Streicheln Ihres Haustieres.

Weiche bis harte Knoten in oder unter der Haut sind klar erkennbar (ertatstbar). 

Auch die Milchleiste, also der Bereich der Zitzen, sollte regelmäßig kontrolliert werden.


Regelmäßiges Abtasten Ihres Tiers kann helfen solche möglichen Bildungen von Tumoren oder Neoplastien frühzeitig zu erkennen.

Neoplastien der inneren Organe hingegen sind schwieriger zu erkennen.

Je nachdem welches Organ betroffen ist, variieren die Symptome zum Teil erheblich und können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden.

In diesen Fällen kann nur durch entsprechende Untersuchungen wie zum Beispiel Ultraschall, Endoskopie, oder Blutuntersuchungen eine Erkrankung im Detail abgeklärt werden.


Bösartige Tumore wachsen und metastieren meist sehr schnell. Deshalb ist eine möglichst frühzeitige Erkennung sehr wichtig. Ein früher Zeitpunkt einer Diagnose ermöglicht eine rasche EInleitung einer Therapie und verbessert die Heilungschancen.


Tumore, Neoplasien werden in zwei Gruppen unterteil: gutartige Tumore (benign) und bösartige Tumore (malign).
 
Gutartige Neoplastien (Tumore) zeigen lediglich ein begrenztes Wachstum und neigen nicht zur Metastasierung.
 
Unter Metastasierung versteht man die Streuung und Ansiedlung des Tumors in andere Organe. 
 
Gutartige Neoplastien können jedoch durch ihre Lage und Größe Probleme verursachen.
 
 
Bösartige Neoplastien werden in der Humanmedizin auch als "Krebs" bezeichnet.
 
Sie wachsen invasiv, zerstören das umliegende Gewebe und neigen zu Metastasierung.
 
Neben diesen beiden Formen, gutartigen und bösartigen Tumoren existieren noch Mischformen.
 
Eine Biopsie ist die Grundvoraussetzung um bestimmen zu können, ob ein Tumor gutartig, oder bösartig ist.
 
Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hausier unter einer Tumorbildung leidet, warten Sie bitte nicht zu, sondern suchen Sie so rasch wie möglich einen Tierazt auf.
 
Wie bereist erwähnt: je früher ein Tumor erkannt wird, umso höher sind die Heilungschancen.