Tierarztpraxis Mag. Med. Vet. Rainer Giebl
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Augenuntersuchungen

Augenuntersuchung bei Pferden

So erkennen Sie, ob das Auge Ihres Tieres erkrankt ist!

Ein oder mehrere der nachstehenden Symptome können ein Hinweis auf eine Augenerkrankung  sein:

• übermäßiges Tränen des Auges
• das Fell unter dem Auge Ihres Tieres ist aufgrund der ausflißesenden Tränenflüssigkeit verfärbt
• gelblicher Ausfluss ist im inneren des Augenwinkels zu erkennen
• eine Rötung der Bindehaut bzw. der inneren Augenlider
• die Augenoberfläche Ihres Tieres erscheint getrübt
• das dritte Augenlid (die Nickhaut) ist vorgefallen
• der Augapfel Ihres Tieres erscheint "wolkig"


So wird das Auge Ihres Tieres bei ns untersucht:

Um Hornhautdefekte auszuschließen wird eine fluoreszierende Flüssigkeit in das erkrankte Auge getropft.
Defekte an der Hornhaut färben sich hierbei ein und fluoreszieren im UV Licht.

Die Flüssigkeit ist weder Schmerzahft für Ihr Tier, noch schädlich. Lediglich das "Einträufeln" ist für Ihren Liebling etwas unangenehm.

Mit Hilfe eines "Schirmer Tränentest Streifens" kann eine übermäßige oder auch eine verminderte Tränenproduktion festgestellt werden.

Mit dem Ophthalmoskop untersuchen wir den Augenhintergrund, die Kammern und die Linse.

Der Augeninnendruck wird gemessen.


Häufige Erkrankungen des Auges:

Katarakt:

Ist erkennbar an einer "Verschattung", respektive einer Trübung der Linse. Kommt besonders häufig bei älteren Tieren oder Diabetikern vor.

 

Konjunktivitis, „Bindehautentzündung“:
 
Bindehautentzündung kann viele Ursachen haben. Die Ursachen reichen von bakteriellen Infektionen, über Allergien, oder Pilzinfektionen bis zu viralen Infektionen. Bei der Katze sind chronische Konjunktividen häufig mit Herpesviren assoziiert.
 
 
Tränende Augen und Fellverfärbungen:
 
Tränende Augen sind oftmals angeboren, ein "genetischer Defekt" der den normalen Tränenabfluss behindert. Ursache kann beispielsweise ein zu enger Tränen-Nasenkanal sein. Oftmals kommt es zu  einer vermehrten Tränenproduktion. Diese wiederum kann zum Beispiel in einem Entropim, einem eingerollten Augenlid, das einen ständigen Reiz auf dem Auge auslöst, begründet sein.

 

Hornhautgeschwüre:

Hornhautgeschüre, ein Ulcus an der Hornhaut, entsteht oftmals durch Verletzungen nach Kämpfen mit adereren Tieren. Aber auch Fremdkörper oder auch besonders schwerwiegende bakterielle oder virale Infektionen können Hornhautgeschwüre zur Folge haben.


Glaukom:

Diese Erkranknung ist gekennzeichnet durch das Auftreten eines erhöhten Augeninnendrucks, oder einer Störung des Flüssigkeitsabflusses vom Auge.


Ihrem Tier eine Augensalbe richtig verabreichen:

  • Erledigen Sie diesen Reinigungvorgang am besten zu zweit. Organisieren Sie sich hierzu eine zweite Person, die Ihnen dabei hilft Ihr tier während dieses Vorganges fest zu halten.
  • Entfernen Sie zuerst mögliche Verschmutzungen und/oder Sekrete aus den Augenwinkeln. Am besten können Sie das mit einem in Augentrostettess getränktem Wattebausch erreichn.
  • Ziehen Sie nun das Ober- und das Unterlid vorsichtig zurück, respektive auseinander.
  • Halten Sie die Augensalbe (Tube) parallel zum unteren Augenlied. Tragen Sie nun so auf den unteren Rand des Augenlides Ihres Tieres die Salbe ca. 1cm stark auf.
  • Massieren Sie nun das Ober- udn das Unterlied gegeneinander und verteilen Sie dadurch die Salbe gleichmäßig.
  • Wenn Ihr Tier besonders ängstlich, schreckhaft, unruhig ist und sich deshalb kaum in einer ruhigen Position halten lässt, tragen Sie etwas Salbe auf Ihren Zeigefinger auf und streichen sie die Salbe vom Zeigefinger vorsichtig auf das unetre Augenlied Ihres Tieres auf. Tragen Sie dabei UNBEDINGT "Operationshandschuhe" die Sie in z.B. Ihrem Erste-Hilfe-Kasten Ihres Fahrzeugs finden.